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Dokumentation
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Sechzehn Schülerinnen aus dem ostbayerischen Raum starteten am 05. April in den Räumen der OTH das Projekt "Musik und Kommunikation". Nach den Grußworten der Dekane Prof. Michael Niemetz (OTH) und Prof. Tilo Wettig (UR) sowie der Frauenbeautragten Prof. Christine Süß-Gebahrd (OTH) und Prof. Susanne Modrow (UR) erzählte Julia Roigk, MINT-Girl 2014 und heute Studentin in Computational Science, über ihren Werdegang und die Beeinflussung durch die Teilnahme bei den MINT-Girls.

Die Projektleiter Armin Gardeia (OTH) und Dr. Stephan Giglberger (UR) stellten die geplanten Veranstaltungen vor, die die MINT-Girls in diesem Jahr erwartet. Eine große Besonderheit ist, dass hier zum ertsen mal alle drei Regensburger Hochschule gemeinsam an einem Projekt arbeiten: neben Universität und OTH ist diesmal auch die Hochschule für Katholische Kirchenmusik HfKM beteiligt.

28.04.17 - Die Physik der Musik

In der ersten Veranstaltung untersuchen die MINT-Girls die Physik hinter der Musik. Kern der Tonerzeugung von Musikinstrumenten sind Stehende Wellen: bei Saiteninstrumenten sind das Transversalwellen, d.h. die Schwingungsrichtung steht senkrecht zur Wellenausbreitung; bei Blasinstrumenten sind es stehende Longitudinalwellen.

Die Grundschwingung (Frequenz, Tonhöhe) ist primär von der Saitenlänge bzw. der Länge der Luftsäule im Blasinstrument abhängig. Durch Überblasen bzw. Greifen von Flageoletts entstehend die sog. Harmonischen (Oktave, Quint, Quart,...).

 

Interferenzen, also die Überlagerung mehrerer Wellen, führen zu vielen faszinierenden Phänomenen, beispielsweise zu den Regenbogenfarben auf einer Seifenblase oder einem Ölfilm. Destruktive Interferenz ist der Effekt, auf dem die Hintergrundgeräusch-Unterdrückung bei vielen Smartphones beruht.

Stehende Wellen entstehen, wenn sich gegeneinander laufende Wellen konstruktiv überlagern. Die MINT-Girls untersuchen zweidimensionale Stehende Wellen auf schwingenden Stahlblechen mit unterschiedlicher Geometrie - sog. Chladnische Klangfiguren.

Begrifflichkeiten wie Amplitude, Phase, Signalform, Schwebung oder Klang lassen sich am besten beim Ausprobieren verstehen: die sechzehn Teilnehmerinnen spielen am Theremin und sehen gleichzeitig das Signal am Oszilloskop.

Durch Fourieranalyse lassen sich die beteiligten Frequenzen eines Klangs bestimmen, mit Fouriersynthese lassen sich Klänge gezielt erzeugen - das ist die Grundlage des Synthesizers.

12./13. Mai 2017 - Teambuilding-Wochenende

Burg Regeldorff in Zeitlarn - eine Jugendfreizeitstätte der Pfadfinder St. Wolfgang e.V. - ist der ideale Ort, um sich genauer kennenzulernen. Die Teilnehmerinnen planen das Abendessen für 20 Personen, gehen einkaufen und kochen gemeinsam. Das Wetter ist hervorragend - wir können draußen vor den alten Gemäuern der Burg essen.

Nachdem die Projektleiter Stephan und Armin zurück nach Regensburg gefahren sind übernehmen Michelle und Caroline: soziometrische Reihen und Interviews, Kennenlernspiele und Teamübungen mit viel Lachen und viel Spaß.

Gleich am nächsten Morgen ging es weiter: Frühstück machen, essen, abspülen - und ab in die nächste Runde. Mit "Psychiatern" und "Roboter parken". Der "Gordische Knoten" konnte rechtzeitig vor der Abreise am Mittag gelöst werden :-)

19.05.17 - Kommunikation bei Tieren

Prof. Bernd Kramer (UR) hielt einen sehr spannenden und anspruchsvollen Vortrag über die Echoortung und die Kommunikation von Fledermäusen. In Abhängigkeit der Fledermausfamilie, aber auch ihrer Jagdreviere unterscheiden sich die Rufe bzw. die Modulation des Echos. Man unterscheidet

  • CF: konstantfrequenter Ruf
  • FM: frequenzmodulierter Ruf - die Frequenz des Echos variiert hin und her, beispielsweise aufgrund der auf- und ab schwingenden Flügel eines Beutetiers (Dopplereffekt)
  • AM: amlitudenmodulierter Ruf - die Lautstärke des Echos variiert, beispielsweise aufgrund unterschiedlicher Größen der Beutetiere und ihrer Entfernung

Die Laute werden in unterschiedlicher Darstellung betrachtet - so ist es z.B. sinnvoll, nicht den zeitlichen Verlauf der Amplitude zu betrachten, sondern die Frequenz über der Zeit (die dafür notwendige mathematische Grundlage ist die Fouriertransformation)

26.05.17 - Musik in Spielen

 

Die MINT-Girls bei der Fa. Spin AG im Schloß Emeram - Gastgeber Geschäftsführer Fabian Rott (5.v.r.)